PM: Leyens Job-Offensive

20. April 2010

Pressemitteilung

„Leyens Job-Offensive: Daumenschrauben im Interesse der Unternehmer“

Presse-Kurzfassung

Am Mittwoch berät das schwarz-gelbe Kabinett über neue Maßregeln für arbeitslose Jugendliche. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen verkündete vorab, dass innerhalb von sechs Wochen unter 25jährigen ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder Fortbildungsmöglichkeit angeboten werden soll. Wer ablehnt, dem drohen Leistungskürzungen. Zudem soll jeder Jugendliche einen Coach bekommen.

Angesichts der neuen Vorschläge erklärt Michael Koschitzki, Sprecher der Initiative „Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme – die Generation Krise schlägt zurück“:

„Die Krise trifft nicht zuletzt Jugendliche. Firmen sparen sich die Kosten für die Ausbildung, Stellenabbau wird durch Rausschmiss der Auszubildenden realisiert, statt sie in ein Vollzeitarbeitsverhältnis zu übernehmen. Jugendliche kommen nach der Schule oder Uni auf einen leeren Arbeitsmarkt. Mit dieser Not im Rücken werden Jugendliche in McJobs gezwungen. Daran will die schwarz-gelbe Bundesregierung aber nichts ändern. Statt einer Job-Offensive fordert sie eine Verschärfung von HartzIV.

Sie will die Daumenschrauben anlegen, um noch mehr Jugendliche in schlecht bezahlte Jobs, befristete Beschäftigung, Leiharbeit und schlechte Ausbildungsplätze zu drängen. Mit so genannten Fortbildungsmaßnahmen fallen jetzt schon 100.000ende Jugendliche aus der Statistik, ohne dass sie ausreichend ausgebildet werden. Das sind keine Maßnahme im Sinne der arbeitslosen Jugendlichen, sondern der Unternehmer, die Lohndumping betreiben wollen.
Statt die Repression gegen Jugendliche zu erhöhen, brauchen wir reale Maßnahmen für Jugendliche. Mit dem Aufruf Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme fordern Gewerkschaftsjugenden, AktivistInnen aus dem Bildungsstreik und Jugendgruppen, dass Unternehmer, die nicht ausbilden, zahlen und die Schaffung von 300.000 betrieblichen Ausbildungsplätzen im Öffentlichen Dienst. Anstatt der Förderung von prekärer Beschäftigung brauchen wir die Übernahme in tarifliche Vollzeitarbeitsverhältnisse und einen Mindestlohn von 10 Euro. Statt dem x-ten Bewerbungstraining brauchen wir kostenlose Bildung für alle. Studienplätze für alle müssen geschaffen werden. Statt die Leidtragenden der Krise zu „coachen“ und zu schikanieren, wäre Jugendlichen so real geholfen.
Wenn von der Leyen und die Bundesregierung an ihren Plänen festhalten, werden sie Widerstand gegen ihre Vorschläge erfahren. Wir werden Aktionen und Proteste dagegen durchführen. Am 9. Juni findet ein bundesweiter Bildungsstreik statt, an dem sich Gewerkschaftsjugenden und Jugendgruppen beteiligen werden. Die Generation Krise wird neben Bildung auch Zukunftschancen und Jugendarbeitslosigkeit thematisieren … und zurückschlagen!“

Informationen und Kontakt:

Ece Yildirim 0163 / 84 73 284 ece@generationkrise.de
Michael Koschitzki 0176 / 22 38 59 49 michael@generationkrise.de
www.generationkrise.de

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